Go2Boat
Ihr Boot vermieten

Ratgeber

Segelboot, Katamaran oder Motorboot: welches Boot passt zu Ihrer Gruppe?

Wie viele Kabinen Sie wirklich brauchen, wann sich ein Katamaran lohnt und wann ein Motorboot – ein ehrlicher Vergleich für Familien, Paare und Freundesgruppen.

Von Go2Boat · aktualisiert am 24. Oktober 2026

Die erste Entscheidung bei jeder Buchung ist nicht das Revier, sondern das Boot. Ein Segelboot, ein Katamaran und ein Motorboot können gleich lang sein und sich trotzdem völlig unterschiedlich anfühlen. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Frage nach Ihrer Gruppe zu beantworten – nicht nach dem Prospekt.

Erst zählen: Kabinen, Kojen, Personen

Auf jeder Bootsseite von Go2Boat stehen Kabinen und Kojen zuerst. Die höchstzulässige Personenzahl nennen wir nur, wenn der Anbieter sie angibt. Das hat einen Grund: Die zugelassene Personenzahl sagt, wie viele Menschen tagsüber an Bord sein dürfen, nicht, wie viele dort gut schlafen.

Faustregeln für eine Woche:

  • Paare möchten meist eine eigene Kabine mit Doppelbett. Ein Boot mit drei Kabinen passt für drei Paare – eng, aber gut.
  • Familien mit Kindern kommen mit Salonkojen zurecht; Kinder schlafen gern im Bug.
  • Freundesgruppen unterschätzen fast immer den Platz: Rechnen Sie eine Kabine pro zwei Personen, nicht die letzte Notkoje im Salon.
  • Bäder zählen mehr, als man denkt. Ab sechs Personen ist mehr als ein Bad viel wert.

Für einen Tagesausflug gilt etwas anderes: Hier zählt die zugelassene Personenzahl, Kabinen spielen kaum eine Rolle.

Segelboot: das Erlebnis Segeln

Das Segelboot ist die klassische Wahl für alle, die segeln wollen – nicht nur ankommen. Es ist meist günstiger als ein Katamaran gleicher Grösse, segelt am Wind besser und hat in Häfen weniger Mühe mit Liegeplätzen. Dafür krängt es (es legt sich auf die Seite), und der Platz an Deck und im Salon ist kleiner.

Passt zu: Paaren und Gruppen mit Segelerfahrung oder Skipper, die Wind mögen. Reviere wie Kroatien und Griechenland sind ideal dafür.

Katamaran: Platz und Ruhe

Ein Katamaran hat zwei Rümpfe. Das bringt drei Vorteile, die viele Gäste überzeugen: viel Platz (ein grosser Salon auf Deckshöhe, oft vier Kabinen mit eigenem Bad), kaum Krängung und ein geringer Tiefgang, mit dem er näher an Strände in flachen Buchten kommt. Auch wer schnell seekrank wird, fühlt sich auf einem Katamaran oft wohler.

Die Kehrseite: Er ist teurer, braucht in Häfen einen breiteren Platz – der im Hochsommer knapp und teurer ist – und ist in der Hochsaison oft als Erstes vergeben.

Passt zu: Familien, Gruppen mit gemischter Erfahrung, Gästen, die mehr ankern und baden als segeln.

Motorboot: schnell in der nächsten Bucht

Ein Motorboot bringt Sie schnell von Bucht zu Bucht. Für Tagesausflüge ist es unschlagbar, für eine Woche braucht es eine Motoryacht mit Kabinen, meist mit Skipper. Rechnen Sie mit dem Treibstoff: Er ist bei Motorbooten oft nicht im Preis und wird nach Verbrauch abgerechnet; wie, steht in den Extras des Bootes.

Passt zu: Tagesausflügen, Gästen, die viel sehen wollen, und Revieren mit vielen Buchten nah beieinander wie der Costa Smeralda oder der Amalfiküste.

Mit Skipper ändert sich alles

Mit einem Skipper wird fast jedes Boot zur richtigen Wahl, auch ohne Erfahrung. Planen Sie dann eine Koje oder Kabine für den Skipper ein, wenn er an Bord schläft – das steht beim Boot.

Häufige Fragen

Wie viele Kabinen brauchen wir zu sechst?

Für drei Paare drei Kabinen. Für eine Familie mit Kindern reichen oft zwei Kabinen plus Salonkojen.

Ist ein Katamaran besser gegen Seekrankheit?

Er krängt kaum und schaukelt anders als ein Segelboot; viele Gäste fühlen sich darauf wohler. Eine Garantie gegen Seekrankheit ist er nicht.

Warum ist ein Katamaran teurer?

Mehr Platz, mehr Kabinen und Bäder, zwei Motoren. Dazu ist die Nachfrage hoch und die Zahl der Boote kleiner.