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Segeln in Griechenland: der Meltemi und warum der Saronische Golf so beliebt ist

Wann der Meltemi weht, wie stark er wird und wo Sie geschützt segeln: Saronischer Golf ab Athen, beste Monate, Bootstyp – mit live gelesenen Preisen.

Von Go2Boat · aktualisiert am 24. Oktober 2026

Griechenland hat mehr Inseln, als eine Woche je zeigen kann. Die wichtigste Frage für Ihre Planung ist aber nicht, welche Insel, sondern welcher Wind. Im Hochsommer bestimmt in der Ägäis ein einziger Wind fast alles: der Meltemi.

Der Meltemi: Sommerwind der Ägäis

Der Meltemi weht von etwa Juni bis September aus Nord bis Nordost über die Ägäis, am häufigsten und stärksten im Juli und August. Typisch ist, dass er tagsüber auffrischt, am Nachmittag am stärksten ist und abends nachlässt – an manchen Tagen weht er aber auch nachts durch, und er kann mehrere Tage am Stück anhalten. In den offenen Gewässern der Kykladen erreicht er oft Stärken, bei denen kleinere Boote besser im Hafen bleiben.

Was das für Sie heisst:

  • In den Kykladen ist Segeln im Juli und August oft sportlich und verlangt Erfahrung oder einen Skipper. Etappen nach Norden gegen den Wind sind mühsam.
  • Im Frühsommer und Herbst (Mai, Juni, September, Oktober) ist der Meltemi seltener und schwächer; die leichteren Winde machen das offene Meer angenehmer.
  • Wer im Hochsommer ruhiger segeln will, wählt ein geschützteres Revier.

Der Saronische Golf: kurze Wege, weniger Wind

Der Saronische Golf liegt direkt vor Athen. Die Inseln Ägina, Agistri, Poros und Hydra und, etwas weiter, Spetses und Ermioni am Peloponnes sind nah beieinander und vom Festland aus schnell erreicht. Der Meltemi weht hier meist schwächer als draussen in der Ägäis. Dazu kommt die kurze Anreise: Die Häfen bei Alimos sind vom Flughafen Athen in kurzer Fahrt erreichbar.

Unser Wochenvorschlag ab Alimos führt über Ägina, Poros und Hydra nach Spetses und Ermioni; für vier Tage gibt es einen kürzeren Bogen über Ägina, Poros und Agistri. Beide beschreiben die Etappen in Seemeilen.

Segelboot oder Katamaran?

Im Saronischen Golf passt beides. Der Katamaran liegt bei Wind ruhiger und bietet Platz für Gruppen; das Segelboot ist die klassische Wahl für Gäste, die segeln wollen. In den Kykladen im Hochsommer fühlen sich viele Gäste auf einem Katamaran wohler, weil er kaum krängt.

Mit oder ohne Skipper?

Anbieter in Griechenland verlangen für Boote ohne Skipper in der Regel einen anerkannten Bootsführerschein und oft eine zweite Person mit Erfahrung an Bord. Welche Nachweise für Ihr Boot gelten, steht beim Boot oder sagt Ihnen der Anbieter vor der Buchung. Bei Meltemi-Bedingungen ist ein Skipper auch für erfahrene Gäste eine Überlegung wert.

Wann fahren?

Mai, Juni und September verbinden warmes Wetter mit leichteren Winden; der Oktober ist oft noch angenehm. Im Juli und August ist es am heissesten und windigsten – dann ist der Saronische Golf die entspannteste Wahl.

Häufige Fragen

Wann weht der Meltemi?

Von etwa Juni bis September, am stärksten im Juli und August, meist aus Nord bis Nordost und am Nachmittag am kräftigsten.

Wo segelt man im Hochsommer geschützter?

Im Saronischen Golf vor Athen weht der Meltemi meist schwächer als in den Kykladen; die Inseln liegen nah beieinander.

Ist eine Woche im Saronischen Golf genug?

Ja. Ägina, Poros, Hydra und Spetses liegen in Tagesetappen; vier Tage reichen für einen kleineren Bogen.

Quellen

Regeln der Behörden können sich ändern. Massgebend ist, was die verlinkte Stelle und Ihr Anbieter vor Ort sagen.